Lesen Sie mehr im aktuellen ModellFan Aktuelle Heftausgabe 6/2009
Titelthemen:
Bloch MB 152. C1???
Gott, was ist dieses Flugzeug häßlich!
Kein Vergleich zu den Me 109, Mustangs und Fw 190 D´s dieser Modellbauwelt.
Kein Vergleich? Richtig! Und gerade
weil ich absolut NICHTS über diesen Typ wußte, weckte er mein Interesse. Je
mehr ich mich in die Materie reinarbeitete, desto interessanter wurde dieser
Bausatz für mich.
Beim Blick in die relativ große
Schachtel fällt gleich die doch eher spartanische Darstellung der Teile mit
viel Gratbildung auf – typisch eben für einen Short-run-Bausatz. Gleichwohl
finden sich schöne Gravuren an den Teilen. Nachdem ich nicht einmal um die
Existenz dieses Flugzeuges wußte, hatte ich NICHTS an Unterlagen oder
Vorbildfotos. Genau das ist aber unabdingbar, will man nicht in manchen
Momenten mit ratlosen Blicken vor dem Modell sitzen. Hier half mir mein
Modellbaukollege Mike Grote, dessen Spezialität die französischen Flugzeuge
sind. So ausgerüstet und motiviert ging es ans Werk.
Mobiler Bunker
In der letzten Zeit wurden verstärkt Modelle in großen Maßstäben
veröffentlicht, einhergehend mit einem deutlich gewachsenen Interesse der
Modellbauer. Insbesondere Trumpeter hat sich als Vorreiter erwiesen und mit der
Qualität ihrer Bausätze (man denke an die T-34) einen Namen gemacht. Mit meiner
bekannten Schwäche für die russischen Panzer, die so hässlich sind, dass sie
schon wieder cool sind, erfreute mich die Veröffentlichung eines multi-media
Bausatzes der KV Serie durch Phil Edwards aus Resin. In Zusammenarbeit mit
Robin Carpenter von Cammett wurde er dem breiten Markt zugänglich gemacht.
Der KV-2 war kaum mehr als ein Bunker auf Ketten und hatte durch seine
vielen Schwächen eine eher bescheidene Einsatzgeschichte. Er wirkte auf dem Schlachtfeld
mit Sicherheit beeindruckend, insbesondere, wenn er den leichten deutschen
Panzern der Speerspitze der Operation Barbarossa gegenüberstand, aber taktische
Fehler verhinderten den effektiven Einsatz.
Die Einsatzfähigkeit des KV-2 war durch seine technischen
Schwierigkeiten stark eingeschränkt. Aus Sicht der Besatzung dürfte es am
schlimmsten gewesen sein, dass sich der Turm nur bei horizontaler Ausrichtung
des Fahrzeugs drehen ließ. Aber eben dieser Turm, von Phil im Modell perfekt
umgesetzt, macht den KV-2 zu einem solch beeindruckenden Fahrzeug. Ich wollte
den KV-2 754 r bauen, eine leicht modifizierte Version in den Diensten der
Wehrmacht, die vermutlich als Bunkerbrecher oder zur Unterstützung der
Artillerie eingesetzt wurde.
Die meisten für den Beutepanzerumbau benötigten Teile wie die Pz. IV
Kuppel, Werkzeuge und Beschläge finden sich im Bausatz, der Rahmen für die
Treibstofffässer und die verschiedenen Abschleppseile dagegen nicht. Über diese
minimalen Einschränkungen machte ich mir jedoch keine Gedanken und war mir
sicher, aus der Box heraus ein beeindruckendes Modell bauen zu können.
Die SS dayrose
Die
S.S. DAYROSEaus
dem Hause „Loose Cannon“ ist einer der wenigen verfügbaren Bausätze eines
dieser interessanten Schiffe aus der Blütezeit der Handelsschifffahrt zu Beginn
des 20. Jahrhunderts. Einmal abgesehen von Liberty Schiffen und japanischen
Handelsschiffen ist, neben Battlefleet Models und HP-Models, Loose Cannon der
einzige Hersteller, der amerikanische und britische Handelsschiffe im Programm
führt. Aktuell sind mit der S.S. ESKDENE (Loose Cannon) und der S.S. DRUMGEITH
(Battlefleet Models) zwei neue Modelle aus der Zeit von 1900 – 1940 in
Ankündigung bzw. bereits erhältlich.
Der Bausatz gibt die DAYROSErecht
gut wieder. Die Oberflächen der Bauteile sind zwar etwas rau, aber in der
Qualität durchaus annehmbar. Das gilt ebenso für die Detaillierung, hier
und da könnte sie etwas feiner und genauer sein. Der einteilige Rumpf mit
Vorkastell, Brücken- und Popdeck ist entsprechend verarbeitet, wobei die
Ladeluken separat beiliegen. Ebenso finden sich im Karton die Brücke, das
hinter der Brücke befindliche Aufbaudeck samt Schornstein sowie Kleinteile in
Form von Booten, Davids, Lüftern, Masten, Kranteilen sowie Geschützplattformen
Flugzeuge & Hubschrauber
Figuren
Science Fiction
Militär
Schiffe Autos & Nutzfahrzeuge
Verschiedenes
Available From:
Titelthemen:
Rotkopf
"We choose to go to the moon"
"Brummbär"
Modellfan4 2009
Lesen Sie mehr im aktuellen ModellFan Aktuelle Heftausgabe 4/2009
Titelthemen:
Rotkopf - der Ferrari 250 Testa Rossa
von Hasegawa/Faller, Maßstab 1:24
Peer Borrmann,
Ritterhude
Der Ferrari Testa Rossa, kurz TR
genannt, wurde zwischen 1957 und 1961 gebaut. Der Name bedeutet übersetzt
„Rotkopf“ und leitet sich von seinen in Rot lackierten Ventildeckeln ab. Das
Design des TR stammt aus der Feder von Pininfarina. Charakteristisch für die
frühen Fahrzeuge sind die abgesetzten Kotflügel. Der Dreiliter V12 Zylinder mit
sechs Doppelvergasern bringt seine rund 300 PS mittels Vierganggetriebe über
die Hinterachse auf Straße.
Zum
Bausatz
Nach dem Öffnen des Kartons und in Augenscheinnahme
der Spritzlinge fielen mir zuerst die vielen kleinen angegossenen Nasen auf.
Diese sind vermutlich fertigungstechnisch bedingt, bieten aber den Vorteil,
dass an den Teilen so gut wie keine Auswurfmarken vorhanden sind. Diese Nasen
sind teilweise so platziert, dass man sie wie an den Auspuffendrohren
beispielsweise gut zum Halten beim Lackieren benutzen kann. Positiv ist auch,
dass die Karosserie wenig bis gar keine Nähte oder Formversatz zeigt. Auch die
im Bausatz enthaltenen Speichenfelgen hinterlassen einen ordentlichen Eindruck,
wurden aber von mir am Modell nicht benutzt. Stattdessen verbaute ich die
zeitgleich als Zubehör auf dem Markt erschienenen Felgen mit fotogeätzten
Speichen.
„We choose to go to the moon ...“
- die Apollo
/SATURN V Trägerrakte von Revell, Maßstab 1:96
Marco
Scheloske, Mönchengladbach
„We choose to go to the moon in this decade and do the other
things, not because they are easy, but because they are hard, because that goal
will serve to organize and measure the best of our energies and skills, because
that challenge is one that we are willing to accept, one we are unwilling to
postpone, and one which we intend to win, and the others, too.“ John F.
Kennedy, Houston, Texas, 12. September 1962
Diese berühmten Worte brachten der Welt das
größte Raumfahrzeug, das je gebaut wurde: Die 110 Meter hohe SATURN V.
Entworfen und entwickelt von Werner vonBraun im Marshall Space Flight Center
in Huntsville, Alabama, wurde diese 3-stufige Rakete von der NASA für das
Apollo- und das Skylab-Programm eingesetzt. In den Jahren 1967 bis 1973
startete die SATURN V insgesamt 13-mal erfolgreich ins All. Der Höhepunkt ihres
Einsatzes ist zweifellos der historische Flug von Apollo 11 und die erste
bemannte Mondlandung in der Geschichte der Menschheit.
Der Bausatz
Revell bringt
anlässlich „40 Jahre Mondlandung“ eine ganze Reihe älterer Bausätze als
Wiederauflage heraus, unter anderem eben die berühmte SATURN V, welche gebaut
inklusive Ständer fast 120 cm hoch wird! Erstveröffentlichung war Ende der
1960iger Jahre, unveränderte Nachauflagen gab es 1982 („History Makers“) sowie
1994 (25 Jahre Mondlandung).
Dieser teils
recht unkonventionelle Bausatz umfasst 183 Teile in weißem, silbernem und
klarem Kunststoff. Darunter finden sich vier flache, bedruckte Plastikplatten,
die zu den Tanks der Raketenstufen gerollt werden müssen – dazu später mehr.
Die
restlichen Teile sind normaler Spritzguss, trotz des Alters der Formen in
guter Qualität, auch bei den filigranen Elementen von LEM (Lunar Landing Module) und CSM(Command and ServiceModule).Die wichtigsten
Markierungen sind auf den Plastikplatten aufgedruckt
(USA-Flagge, Landeskennung
sowie ein Teil des
Rollpattern der ersten Stufe). Dieser Druck ist sauber und
scharf. Außerdem ist eine kleine Mondoberfläche enthalten, um LEM und CSM
separat bei der Mondlandung zu präsentieren. Diese beiden sind zusammen mit dem
Display auch als Einzelbausatz in der Neuauflage erhältlich.
Der
Decal-Bogen ist weitaus umfangreicher als in den älteren Auflagen, die
Bauanleitung wurde überarbeitet. Zwei starke Kartonteile, die zusammen mit dem
Umkarton eine stabile Transportbox für das fertige Modell bilden, sind ein
weiteres ungewöhnliches Feature.
Nickname“Brummbär“
Sd.Kfz. 166 Sturmpanzer IV ,
Dragon/Carson-Model Sport, Maßstab 1:35
Lars Richter, Würzburg
Unter der Katalognummer 6460 hat Dragon ein völlig neu entwickeltes
Modell des Sd.Kfz. 166 Sturmpanzer IV (mittlere Produktion Serie 3) aufden
Markt gebracht. Vorbei also die Zeiten, in denen auf den betagten Bausatz von
Tamiya oder diverse Umbausätze zurückgegriffen werden musste.
Zunächst zum Vorbild
Die Idee zu diesem Fahrzeug entstammte aus einem Vorschlag der Firma
Alkett. Der Entwurf wurde im Oktober 1942 von Hitler angenommen,verbunden mit
der Forderung, umgehend ca. 60 Stück zu produzieren. Diese ersten Fahrzeuge
(heute als Serie 1 bezeichnet) wurden im Frühjahr 1943 gefertigt und die
Sd.Kfz. Nummer166 zugeteilt. Alle Panzer wurden komplett der Sturmpanzer
Abteilung 216 zugewiesen, in deren Verband der erstmalige Einsatz bei der
Schlacht im Kursker Bogen erfolgte.
Das nachfolgend gezeigte Modell der mittleren Version (II. Ausführung,
Serie 3) basierte natürlich auf den Erfahrungen mit den ersten Sturmpanzern.
Bei den Fahrgestellen griff man auf die laufende Produktion des Panzer IV Ausf.
H zurück. Alle Fahrzeuge der3. Serie trugen einen Zimmerit Belag, der bereits
im Werk aufgebracht wurde. Die Bewaffnung, die 15-cm-Sturmhaubitze 43 L/12,
wurde von Skoda entwickelt und gefertigt.
Die oft verwendete Bezeichnung „Brummbär“ war übrigens keine deutsche
Bezeichnung für diese Waffe, sondern hat ihren Ursprung in einem Berichtder
Alliieren (vgl. Trojca/Jaugnitz, S.23). Deutscherseits wurde das Fahrzeug
„Sturmpanzer“ oder abgekürzt nur „StuPa“ genannt.
Zum Modell
Wieder einmal zeigt Dragon, was derzeit der Stand der Dinge im Formenbau
ist. Auch dieser Bausatz ist als „SmartKit“ ausgeführt undbegeistert schon
beim ersten Blick in den Karton. 15 Spritzlinge mit ca. 800 Einzelteilen,
vorgesäuberte Kettenglieder (MagicTracks), Ätzteile, realistisch dünne
Schürzen aus Metall und sehr fein dargestellte Details lassen das Herz des
Modellbauers höher schlagen.
Flugzeuge & Hubschrauber
Figuren
Science Fiction
Militär
Schiffe Autos & Nutzfahrzeuge
Verschiedenes
Available From:
Titelthemen:
Bundeswehr Trabbi
Vertragskreuzer TAKAO
Gloster Sea Gladiator
Modellfan3 2009
Lesen Sie mehr im aktuellen ModellFan Aktuelle Heftausgabe 3/2009
Titelthemen:
Bundeswehr
Trabbi- der Lkw0,25 t gl 4x4 Auto Union / DKW F 91/4,CMK/Glow2B, Maßstab 1:35
Axel Ackens,
Jülich
Der DKW Munga ist ein weiteres Modell aus der Reihe
“frühe Fahrzeuge der Bundeswehr“ und untrennbar mit deren Aufbau verbunden.
Generationen junger Rekruten haben auf diesem Fahrzeug erste Erfahrungen mit
Geländefahrten gemacht. Die Abkürzung Munga heißt aufgelöst Mehrzweck UNiversal Geländewagen
mit Allradantrieb.
Allerdings hatte der Munga außer dem Antriebskonzept
nichts mit dem Trabbi gemein. Ausgerüstet war der Munga anfangs mit einem 900
ccm 40 PS Motor, später mit einem 1.000 ccm 44 PS 3 Zyl. Zweitakt Triebwerk;
dies bewirkte eine allgemeine „Beliebtheit“ bei Insassen nachfolgender
Fahrzeuge, Stinker war noch eine der milderen Titulierungen. Gebaut wurden
zwischen 1956 und 1968 fast 47.000 Stück in unterschiedlichen Ausführungen.
Die Bundeswehr war allerdings nicht der einzige
Nutzer, Polizei, BGS, Feuerwehren, Zivilschutz, THW, Rotes Kreuz,
niederländisches und portugiesisches Militär waren weitere Nutzer, die den
Munga in nennenswerten Zahlen einsetzten.
Technisch gesehen kann man den Munga, für die Zeit in
der er entwickelt wurde, als mäßig innovatives Fahrzeug bezeichnen, er war eher
ein Mix aus Bewährtem mit einer Prise moderner Technik. Eine Besonderheit war,
dass die Hauptbaugruppen der Vorder- und Hinterachse austauschbar waren, außer,
dass anstelle das Schaltgetriebe an der Hinterachse halt das Ausgleichsgetriebe
montiert war.
Mitte der 60er Jahre wurde dann eine Überarbeitung
des Munga mit einem 4-Takt-Motor bei Audi in Angriff genommen, die in gerader
Linie zum Iltis führte, der dann allerdings wegen der Übernahme der
Hauptanteile von Audi durch VW unter deren Logo vertrieben wurde. Bei
Einführung der Fahrzeuge der 2. Generation in die Bundeswehr wurde der Munga
durch den Lkw 0,5tgl4
x 4VW Iltis ersetzt.
Der japanische Vertragskreuzer TAKAO
Aoshima/Glow2B,
Maßstab 1:350, Teil 1
Wolfgang
Kring, Freising, PMC Erding, Fotos von Chiara Kring van Willigen
1922 schlossen die führenden Seemächte der Welt das
Washingtoner Abkommen zur Beschränkung ihrer Flotten. Damit wollten sie ein
maritimes Wettrüsten wie das vor dem Ersten Weltkrieg verhindern. Beschränkt
wurden unter anderem Anzahl, Größe und Bewaffnung der Großkampfschiffe
(Schlachtschiffe und Flugzeugträger). Auch Kreuzer unterlagen ab sofort
gewissen Einschränkungen. Sie durften nicht mehr als 10.000 t verdrängen und
die Hauptbewaffnung sollte nicht stärker als 20,3 cm (8“) sein. Allerdings
fehlte bei ihnen eine zahlenmäßige Regulierung, und so bauten vor allem die
USA, Großbritannien und Japan mehrere Klassen dieser sogenannten
Vertragskreuzer.
Ein neues Wettrüsten hatte begonnen. Japan, das das
Washingtoner Abkommen mit unterzeichnet hatte, verstieß bereits mit den ersten
Vertragskreuzern der Myoko-Klasse gegen die auferlegte Höchstverdrängung, hielt
dies aber vor seinen Partnern mit falschen Angaben geheim. Noch mehr als diese
sollten die folgenden Kreuzer der Takao-Klasse gegen das Abkommen verstoßen.
Alle vier Einheiten (TAKAO, ATAGO, CHOKAI und MAYA) lagen bei einer Verdrängung
von fast 15.000 t.
Problemfall Gladiator!
Gloster Sea Gladiator von Heller/Glow2B in 1:72
Jörg Schlegel, Gera (FFMC)
Die Gloster Gladiator war eine Weiterentwicklung der Gauntlet und flog
erstmals im September 1943. Sie war das letzte Doppeldeckerjagdflugzeug der
Royal Air Force. Mit über 400 km/h, vier MGs und sehr gutmütigem Flugverhalten
war sie auch für zahlreiche "kleinere" Luftwaffen interessant
(Litauen, Lettland, Norwegen, China, Schweden, Finnland, Ägypten, Irak,
Griechenland, Irland, Portugal, Belgien und Südafrika). 378 Mk.I und 270
Mk.II-Versionen wurden gebaut. Des weiteren sind 98 Sea Gladiator für die Royal
Navy als Übergangslösung entstanden, von denen 38 Stück aus Mk.II Maschinen
umgebaut wurden.
Hauptunterscheidungsmerkmal war der Fanghaken, inklusive innerer
Strukturverstärkung, eine tropfenförmige Rettungsbootverkleidung zwischen den
Fahrwerksbeinen sowie ein nichtverstellbarer Fairey Reed Dreiblattpropeller.
Oft ist auch eine geänderte Frontscheibe zu beobachten. Berühmtheit erlangte
die Sea Gladiator bei der Verteidigung Maltas im Juni 1940, wo von anfangs 15
Maschinen später nur noch vier übrig blieben, die einige Wochen lang die
einzige Verteidigung in der Luft waren. Meist flogen aber nur drei von ihnen,
die vierte wurde in Reserve gehalten, die nach den Worten des Schutzpatrons der
Insel (St. Paul) von der Bevölkerung "Faith", "Hope &Charity" getauft wurden.
Die Leistungen
der Gladiator-Piloten sind umso bemerkenswerter, wenn man sich vor Augen hält,
dass es sich anfangs um Flugbootkapitäne und andere
"Hängengebliebene" handelte, die den in Überzahl angreifenden
Italienern nicht nur Paroli boten, sondern auch mehrere Abschüsse erzielten.
.
Flugzeuge & Hubschrauber
Figuren
Science Fiction
Militär
Schiffe Autos & Nutzfahrzeuge
Verschiedenes
Available From:
Titelthemen:
Scania R380
Fairey Firefly
M16 MGMC "halftrack"
Modellfan2 2009
Lesen Sie mehr im aktuellen ModellFan Aktuelle Heftausgabe 2/2009
Titelthemen:
Erfolglose
Schönheit-
Ein Umbau des Mitsubishi Lancer WRC ´06 von
Tamiya/Dickie-Tamiya miteinem Transkit von Studio 27 in 1:24
von Jürgen Prischenk,
Erbendorf
Mitsubishi war in den späten
neunziger Jahren das führende Team in der Rallye-WM. Durch den finnischen
Rallyefahrer Tommi Mäkkinen wurde der WM-Titel zwischen 1996 und 1999 vier mal
in Folge eingefahren, was zuvor niemandem gelang. Obwohl 1997 das neue
WRC-Reglement eingeführt wurde, welches im Wesentlichen mehr Freiheit bei der
Entwicklung der Rallyefahrzeuge erlaubte, blieb Mitsubishi bis in das Jahr 2001
der Gruppe A (hier mußten 2500 Straßenfahrzeuge gebaut werden, um die
Änderungen im Motorsport einsetzen zu dürfen) treu. In diesem Zusammenhang
entstanden auch die legendären Lancer Evo´s. Im Jahre 2000 ging der
Weltmeistertitel an Marcus Grönholm auf Peugeot 206 WRC verloren, was
Mitsubishi daraufhin veranlasste, ein WorldRallyeCar zu
entwickeln, um den Anschluß an die Konkurrenz nicht ganz zu verlieren. Es
entstand der Mitsubishi Lancer WRC 2001. Das Fahrzeug wurde in den letzten vier
Rennen der Saison 2001 mit wenig Erfolg eingesetzt. Als Tommi Mäkkinen das Team
verließ, begann auch der Abstieg des selben. Nach einer schlechten Saison 2002
mit den Fahrern Francois Delecour und Alister McRae zog sich Mitsubishi am Ende
des Jahres zurück, um in Ruhe ein neues Fahrzeug zu entwickeln. Der Lancer WRC
´04 wurde dann nur sporadisch in 2004 eingesetzt, um sich voll auf die Saison
2005 zu konzentrieren. Der Erfolg blieb allerdings aufgrund mangelnder Zuverlässigkeit
aus, obwohl man teilweise aussichtsreiche Positionen erfahren hatte. Das
Rallyeengagement wurde daraufhin endgültig eingestellt, jedoch konnte das
Fahrzeug in den folgenden Jahren aber noch von zahlreichen Privatfahrern
eingesetzt werden. Einer der Fahrer war der Italiener Giggi Galli. Er
pilotierte den Lancer bei der Rallye Monte Carlo und der Schweden-Rallye, ehe
er auf einen Peugeot 307 WRC umstieg.
Amerikas neuer Fighter
Lockheed F-22A „Raptor“
Revell im Maßstab 1:72
von Arne Goethe, Gera (www.arnes-modellbauseite.de)
1975 stellte die U.S.Air Force die F-15 „Eagle“ als
Luftüberlegenheitsjäger in Dienst. Das Muster war technisch voll auf der Höhe
ihrer Zeit und besaß genug Reserven für die Zukunft. Obwohl bereits 1983
Entwicklungsaufträge für einen Nachfolger, den ATF (Advanced Tactical Fighter)
an mehrere amerikanische Flugzeughersteller ging und diese bis 1986 ihre
Vorschläge vorstellten, sollte es bis zum 17. September 1997 dauern, bis das
erste Serienexemplar der F-22A von Lockheed/Boeing in Dienst gestellt werden
konnte. Grund dafür sind vor allem die hohen Anforderungen, wie
Stealth–Eigenschaften, Supercruise-Fähigkeit ( Marschflug im Überschallbereich)
und auch Eigenschaften wie Agilität sowie modernste Avionik und Bewaffnung. Um
aus den Prototypen YF-22A von 1986 das Serienexemplar F-22A von 1997 zu machen,
waren viele Änderungen nötig, die sich deutlich auch auf das äußere
Erscheinungsbild auswirkten. Entstanden ist ein leistungsstarker Jäger mit
Schubvektorsteuerung, vollständig intern untergebrachter Bewaffnung in einem
selbst für die heutige Zeit etwas futuristisch anmutenden, leicht unförmigen
Rumpf mit durchaus klassischem Tragwerk. Zusätzlich zu den Luft-Luft Lenkwaffen
können moderne Luft-Boden Waffen, wie die GPS gesteuerte GBU-32 eingesetzt
werden. Damit ist die F-22A zur Doppelrolle Jäger/Jagdbomber befähigt und wird
auch die F-117A ersetzen. Das Ganze hat natürlich seinen Preis, der bei stolzen
136 Millionen US Dollar pro Flugzeug lag. Das bewirkte einen reduzierten
Auftrag von 339 Exemplaren. Damit steht fest, dass die F-15 auch weiterhin
gebraucht wird, zumal sich die Auslieferung der F-22A über Jahre hinziehen
dürfte. Hinzu kommen einige nicht unerhebliche Anfangsprobleme, wie Software-
und Strukturschwächen. Fest steht aber, dass die F-22 heute die „Meßlatte“ für
alle vergleichbar anspruchsvollen Konstruktionen darstellt.
Studebaker
US-6
von
ICM/Academy Europe, Maßstab 1:35
von Trumpeter/Faller, Maßstab 1:16
Uwe Kern,
Lollar
Von 1941 bis 1945 liefen über 197.000 Studebaker vom
Band. Die in South Bend. Indiana Stud. Coorporation, USA hergestellten
2,5-tonner besaßen einen 69 KW 6-Zylinder-Benzinmotor mit 5-Gang Getriebe. Es
wurden 13 verschiedene Konfigurationen sowie auch 6x4 und 6x6 Fahrgestelle
gebaut. Trotz allem ist das eine verhältnismäßig kleine Stückzahl, vergleicht
man das mit den über 562.750 produzierten Einheiten des GMC. Darüber hinaus
gingen über 105.000 Fahrzeuge durch den Lend-Lease-Vertrag in die Sowjetunion.
Zum Modell
Anfangs noch ein wenig misstrauisch nahm ich die
Nachricht der Neuheit von ICM auf, die einen Studebaker in 1:35 als
Kunststoffmodell auf den Markt bringen wollten. Von ICM hatte ich persönlich
noch nichts gebaut. Doch als ich im Laden von MAKO Modellbau ein gebautes und
noch unlackiertes Modell sah, war das Eis gebrochen - der erste Eindruck war
sehr gut. Ob sich das aber auch so bauen lassen würde, wie ich es gesehen
hatte, blieb abzuwarten.
Stabiler Karton, sauber verschweißte Spritzlinge,
klare Bauanleitung, fein detaillierte Bauteile - sogar ein Motor ist vorhanden!
Ein Decal-Bogen mit nicht weniger als sechs Markierungsmöglichkeiten kommen
noch auf die Haben-Seite. Minuspunkte gibt es leider bei den Reifen, die zwar
super detailliert sind, aber bei den Profilblöcken nicht überzeugen, da das
Profilbild falsch dargestellt wurde. Es hätten „versetzte“ Reifen-Profilblöcke
sein müssen, die doch sehr markant für Militär-Profilreifen sind. Weiterhin
negativ fällt auf, dass es keine Nummern für die Zuordnung der Bauteile auf denSpritzlingen gibt. Hier muss immer wieder der Bauplan studiert werden, da es
nur hier eine Gesamtansicht der nummerierten Teile gibt. Kleine Unstimmigkeiten
gibt es bei Bauteil A20 für den Motor, hier ist keine genaue Platzierung
erkennbar. Also lieber schon mal ein gutes Quellenstudium bereithalten
.
.
Flugzeuge & Hubschrauber
Figuren
Science Fiction
Militär
Schiffe Autos & Nutzfahrzeuge
Verschiedenes
Available From:
Titelthemen:
Scania R380
Fairey Firefly
M16 MGMC "halftrack"
Modellfan1 2009
Lesen Sie mehr im aktuellen ModellFan Aktuelle Heftausgabe 1/2009
Titelthemen:
Heisterkamp
Trucking - der Scania R380 Heisterkamp von Italeri / Faller im Maßstab 1:24
Guido Kehder, Elsdorf / Berrendorf
Die Spedition „Heisterkamp“ mit Hauptsitz in den Niederlanden (Oldenzaal) ist ein internationales
Transportunternehmen mit ca. 1.400 Mitarbeitern und einem Fuhrpark von fast 850
Fahrzeugen. Weitere Standorte liegen in Belgien, Gent sowie in Polen (Szczecin)
und in Schweden (Trelleborg). Das Unternehmen ist auf das Trailertrucking in
ganz Europa spezialisiert. Zu weiteren Dienstleitungen gehören das Reparieren,
Unterhalten sowie das Vermieten der im Fuhrpark befindlichen Fahrzeuge und
Trailer.
Dem ein oder anderen wird
immer mal wieder einer dieser vornehmlich rot-weiß-blau lackierten Trucks auf
den Autobahnen begegnet sein. Mittlerweile hat man aber das Erscheinungsbild
des Unternehmens aufgefrischt. Hier dominiert nun nicht mehr die Grundfarbe
Rot, sondern Weiß. Der rot-blaue Balken legt sich nun asymmetrisch über
Fahrzeugfront und Fahrerseite - was wiederum auch ein auffälliges Farbdesign
darstellt.
Italeri hat sich des älteren
Farbdesigns angenommen und dem Bausatz die entsprechenden Decals
(Nassschiebebilder) beigelegt.Nichtsdestotrotz finden sich auch im Internet
unzählige Bilder von Fahrzeugen mit dem älteren wie auch dem neuen Farbdesign
(siehe dazu die Internet-Links).
„Firefly“ – „Glühwürmchen“. Auf den ersten Blick keine sonderlich
beeindruckende oder respekteinflößende Namenswahl für ein Kampfflugzeug und
trotzdem verbirgt sich hinter diesem Namen eines der schlagkräftigsten
Marineflugzeuge seiner Zeit, das wegen seiner Zuverlässigkeit sowie den
gutmütigen Flugeigenschaften große Zustimmung bei seinen Piloten fand.
Entwickelt als Ersatz für die Fairey Fulmar, sollte die zweisitzige Fairey
Firefly von den britischen Flugzeugträgern aus nicht nur als Aufklärer und
Bodenangriffsflugzeug, sondern auch als Jagdflugzeug eingesetzt werden.
Angetrieben von einem Rolls Royce Griffon-Motor mit 1730 PS erreichte die
Firefly ansprechende Flugleistungen und konnte sich trotz ihres recht hohen
Gewichts und ihren beachtlichen Abmaßen auch in Sachen Reichweite und
Wendigkeit gegen kleinere einsitzige Jäger behaupten, da ihr die wie normale
Landeklappen an den Flügelhinterkanten angebrachten Youngman-Flaps eine
hervorragende
Manövrierbarkeit verliehen. Im Oktober 1943 bei der Royal Navy
eingeführt, überzeugte die Firefly später sowohl beim Angriff auf das deutsche
Schlachtschiff Tirpitz vor der norwegischen Küste, als auch auf der anderen
Seite der Erdkugel im Einsatz mit der britischen Pazifikflotte beim Vormarsch
auf Japan. Mit ihren vier 20 mm Hispano Bordkanonen sowie Bomben oder 7,62 cm
Raketen unter den Tragflächen konnte sie ihren Gegnern ernsthaft zusetzen und sicherte
sich ihren Platz in den Geschichtsbüchern, als erstes britisches Trägerflugzeug
über Tokio. Im Koreakrieg stand sie von Beginn an im Einsatz; sie bekämpfte mit
großem Erfolg feindliche See- und Landeinheiten und meisterte auch die widrigen
Wetterbedingungen unter teils strapaziösen Umständen mit Bravour.
Von den
insgesamt 1702 in verschiedenen Baulosen produzierten Fireflies fanden 62 Stück
auch den Weg zur Kanadischen Marine, darunter 26 radarbestückte FR. Mk.I, die
mit dem vorliegenden Bausatz nachgebaut werden können, genauso wie zwei
britische NF Mk.I. Wem das nicht zusagt, kann zu den zwei weiteren Boxings
greifen die AZ Models anbietet, die alternative Versionen bieten.
.
M
16Multiple Gun Motor Carriage Halftrack
von Trumpeter/Faller, Maßstab 1:16
Das amerikanische Original wurde 1942 als Flugabwehr-Plattform
entwickelt, bis 1943 konnten bereits mehr als 700 Fahrzeuge an die U.S. Army
ausgeliefert werden.Die auf einem Maxson-Gefechtsturm installierte Vierlingsflak zeigtebeste Erfolge zum Schutz von Panzer- und Infanterieeinheiten, insbesonderebeim Angriff auf die (in die Geschichte eingegangene)
Brücke bei Remagen.
Im Maßstab 1:16 hat Trumpeter ein Modellbausatz dieses Klassikers in
„Super Scale“ konzipiert, und somit eine große Lücke der Sammlerleidenschaft
gefüllt.
Bereits
im Frühjahr 2007 auf der InternationalenSpielwarenmesse in Nürnberg als
Neuheit vorgestellt, ist der Bolide jetzt im Handel verfügbar.
.
Flugzeuge & Hubschrauber
Figuren
Science Fiction
Militär
Schiffe Autos & Nutzfahrzeuge
Verschiedenes
Available From:
Titelthemen:
CACboomerang
NissanGT-R-R35
Tatra813 8x8 AM50
Modellfan12 2008
Lesen Sie mehr im aktuellen ModellFan Aktuelle Heftausgabe 12/2008
Titelthemen:
Panic Fighter! CAC Boomerang von Special Hobby/Glow2B in 1:48 von Christoph Schnarr, Wesseling
Als mit den japanischen Angriffen auf Pearl Harbor, Malaysia und die
Philippinnen im Dezember 1941 auch im Pazifikraum der 2. Weltkrieg ausbrach,
befanden sich alle verfügbaren Jagdflugzeuge der Royal Australien Air Force
(RAAF) außerhalb Australiens im Einsatz und standen für die Landesverteidigung
nicht zur Verfügung. Infolgedessen musste die Luftverteidigung Darwins am 19.
Februar1942 gegen den ersten japanischen Bombenangriff auf das australische
Festland von den P-40E Warhawk der amerikanischen 49. Fighter Group
übergenommen werden. Diesen Umstand und eine drohende japanische Invasion
Australiens vor Augen, führte zu der Entscheidung als Notbehelf umgehend ein
eigenes Jagdflugzeug in Australien zu produzieren. Hierzu griff man auf Pläne
der Commonwealth Aircraft Corporation (CAC) zurück, wo man bereits 1939
Überlegungen anstellte, ein Jagdflugzeug aus Komponenten des ebenfalls von der
Firma hergestellten Wirraway Trainers zu konstruieren. Am 2. Februar 1942
erhielt CAC den Produktionsauftrag und bereits am 29. Mai 1942 absolvierte das
als CA-12 Boomerang bezeichnete neue Jagdflugzeug seinen Erstflug. Ausgelegt
als Abfangjäger sollte die Maschine eine möglichst gute Steigrate und
Manövrierbarkeit besitzen. Dazu rüstete man die Boomerang mit dem
leistungsstärksten Motor aus, der zu dieser Zeit in Australien verfügbar war,
den 1200 PS starken P&W Twin Wasp, der auch den ebenfalls in Australien in
Lizenz produzierten Bristol Beaufort Bomber antrieb. Vergleichflüge des
Prototypen mit einer Kittyhawk Mk.1a, einer P-39D Airacobra und einer Brewster
Buffalo zeigten, dass die Boomerang eine bessere Manövrierbarkeit als die
Kittyhawk und Airacobra aufwies.
König
der NordschleifeDer Nissan GT-R R35 von Tamiya/Dickie-Tamiya in
1:24von Robert Fuchs, Friedrichshafen
Der Nissan GT-R R35 setzt
die mit dem Typ R32 begonnene Serie der Skyline-Modelle fort, allerdings nun
ohne den Zusatz „Skyline“. Bislang waren diese Sportcoupés nur auf den
Überseemärkten erhältlich. Das ändert sich aber mit dem neuen Modell und so ist
dieser auch als Links-Lenker zu haben.Bei den Vorgängern gab es
stets ein Wettrennen unter den Tunern, wer den stärksten Wagen auf die Räder
stellt. Standfeste 800 – 900 PS waren aus dem Reihen-Sechszylinder durchaus
machbar. Der R35 produziert nun aus einem V-Motor serienmäßig 480 PS. Puristen
mögen durch diese technische Veränderung zuerst wohl etwas vergrault sein, doch
die Nürburgring-Nordschleife in einer Zeit von 7:30 Minuten und eine
Beschleunigung in 3,5 Sekunden von 0 – 100 km/h dürfte jeden Zweifler
überzeugen. Das schafft nicht mal der weitaus teurere Porsche 911 Turbo zum
doppelten Preis, welcher einen der schärfsten Konkurrenten des Nissan
darstellt. Die einmalige Konstruktion des hinter der Vorderachse liegenden,
kurz bauenden Sechszylinders mit Transaxle-Allradantrieb ist ein Baustein zu
dieser Leistung. Ein weiterer ist die stets an beiden Achsen Abtrieb
produzierende Karosse, die zudem mit einem cw-Wert von 0,27 gesegnet ist.Bei aller Sportlichkeit
kommt der Komfort nicht zu kurz. Dafür sorgen auch speziell für und mit Nissan
entwickelte Reifen von Dunlop oder Bridgestone. Trotz HiFi-System,
Klimaautomatik und anderen Gimmicks, welche das Leben angenehm machen, bleibt
das Leergewicht bei 1750 kg.Nur ausgesuchte, langjährige Nissan-Mitarbeiter
dürfen die sportliche Speerspitze in Japan bauen. Ebenso exklusiv ist der
Vertrieb über die sogenannten Performance-Center. Trotz der unbestreitbaren
Qualitäten bleibt abzuwarten, was die Tuner noch daraus machen. Die werkseigene
Abteilung NISMO - für Nissan Motorsport - hat bereits Tuningteile
vorgestellt und der Edeltuner Wald International aus Japan hat den R35
ebenfalls wohltuend veredelt. Weitere folgen ...
.
Eigenbau eines TATRA 813 8x8AM 50 Brückenleger im Maßstab 1:87
von HartmutLeonhardt,
Dessau-Rosslau
Da ich noch ein kurzes
Fahrerhaus eines TATRA 813 von einem Umbau übrig hatte, forschte ich im
Internet nach, was TATRA so alles bietet. Unter www.militaryvehicles.cz und
www.forum.valka.cz finden sich wohl alle Varianten der produzierten
TATRA-Fahrzeuge und vieles mehr.Ich habe mich für den
Brückenleger AM 50 (tschech. automobil mostni) entschieden, da hierzu eine
ganze Menge Fotos in den verschiedensten Ansichten zur Verfügung stehen und man
aus diesen Bildern bei intensivem Betrachten und Überlegen auch die
Funktionsweise herausfinden kann. Es gibt auch für die verschiedenen Baureihen
813 und 815 gute Maßblätter.Das Fahrzeug wurde in der
damaligen CSSR ab 1975 gebaut und auch in der NVA eingesetzt. Es diente dem Bau
von Militärbrücken mit einer Tragfähigkeit bis 50 Tonnen, d. h., sie kann
auch von Panzern befahren werden. Die nutzbare Einzelbrückenlänge beträgt
13.500 mm und die nutzbare Breite im entfalteten Zustand 4.000 mm, die
Gesamtbreite über die Seitengeländer 4.210 mm. Das Brückenelement hat im
zusammengefalteten Zustand die Maße: Länge 8.000 mm, Breite 3.150 mm und Höhe
2.100 mm. Das Fahrzeug mit aufgelasteter Brücke misst: Länge 10.700 mm, Breite
3.150 mm, Höhe 3.580 mm. Das Gewicht beträgt 24,45 t – also ein ganz schönes
Gefährt, das im Gelände 15 bis 30 und auf der Straße 80 km/h schafft. Man
konnte Brücken bis zu einer Gesamtlänge von 107 Metern und in Wassertiefen bis
5,15 Meter bauen. Es hat mich also schon gereizt, so ein interessantes Fahrzeug
funktionsfähig nachzubauen. Nach meinem Beitrag über die
Radarstation P40 fragten einige Leute, wie ich die Drehteile herstelle. Auf dem
Foto ist meine ca. 1975 konstruierte Eigenbau-Drechselbank und heutige
„Drehmaschine“ zu sehen. Das mutet etwas museal an, aber funktioniert seit
Jahrzehnten, natürlich kann man keine Uhr damit fertigen. Eine Bohrmaschine mit
Bohrständer, eine Kleinbohrmaschine mit Trenn- und Schleifscheiben sowie
biegsamer Welle und die Airbrusheinrichtung sind eigentlich die wesentlichen
Produktionsmittel zum Bau meiner Modelle.
Flugzeuge & Hubschrauber
Figuren
Science Fiction
Militär
Schiffe Autos & Nutzfahrzeuge
Verschiedenes
Available From:
Titelthemen:
Antarctic Observation Vessel SOYA
„Wüstenleopard“
Das Eiserne Pferd - Teil 1
Modellfan 10 2008
Lesen Sie mehr im aktuellen ModellFan Aktuelle Heftausgabe 10/2008
Titelthemen:
„Wüstenleopard“ Der Leopard 2 A5 DK bei der schnellen Eingreiftruppe von Bernd Zaeske, Krüzen
Seit
Anfang 2007 durchliefen Truppenteile der dänischen Streitkräfte die
zwölfmonatige Vorbereitungsphase für die schnelle Eingreiftruppe der
NATO (NATO Response Force, NRF). Zum dänischen Anteil für das 10.
Einsatzkontingent gehörten auch Teile des Jydske Dragonregiment (JDR)
aus Holstebro. Das I JDR leistete mit dem 2. KvgnEsk (Panzerkompanie),
die mit 10 Kampfpanzern Leopard 2 ausgerüstet ist, einen maßgeblichen
Beitrag zur Stärkung der Kampfkraft des multinationalen
Einsatzverbandes. Gleichzeitig erhielten vier Kampfpanzer Leopard 2 A5
DK und ein zusätzlicher Bergepanzer 1 Leopard als Vorbereitung für
einen eventuell anstehenden Einsatz bei dänischen Einheiten der
ISAF-Truppe in Afghanistan verschiedene Kampfwertsteigerungen. Diese
Fahrzeuge der dänischen Quick Reaction Force (QRF) waren ebenfalls
durch das JDR gestellt und gehörte ihrerseits zur NRF. Ein weiterer
modifizierter Leopard 2 A5 DK diente der Haerenskampskole
(Heereskampfschule, kurz: HKS) in Oksboel als Referenzfahrzeug. Die
QRF-Leoparden wurden im Februar 2007 in der HKS Oksboel umlackiert.
Erste offizielle Fotos zeigten Leoparden in dreifarbiger Wüstentarnung
beim scharfen Schuss auf dem TrÜPl Oksboel. Im April lief im dänischen
Fernsehen ein Beitrag über die Modifizierungen an den Kampfpanzern
Leopard 2 A5 DK im Hinblick auf einen möglichen Einsatz beim DANCON
ISAF (dänisches Kontingent zur ISAF-Schutztruppe). Zum Training gehörte
u. a. auch ein Besuch des TrÜpl Grafenwöhr im Mai 2007. Zu dieser Zeit
wiesen die neuen Lackierungen der „Wüstenleoparden“ schon erhebliche
Abriebspuren auf. Pressemeldungen aus Anfang November desselben Jahres
bestätigten dann die Ankunft der Leopard 2 A5 DK QRF in Afghanistan.
Die vormals „nackten“ Kampfpanzer trugen jetzt das IR-Signatur hemmende
und Radarstrahlen reduzierende Tarnnetz MCS (Mobile Camouflage System)
von Saab Barracuda AB (häufig einfach als „Barracuda“ abgekürzt). Von
den Nachrüstungen waren weder die .50 MG-Station des Ladeschützen noch
die Haube für das PERI 17 montiert. Stattdessen war auf der Reling des
Ladeschützeneinstiegs erstmals eine MG-3-Lafette sichtbar. Zum Schutz
des Coax-MG war ein Rohr über dem aus der Blende ragenden MG-Lauf
befestigt.
Antarctic
Observation Vessel SOYA 3rd Corps von Hasegawa/Faller in 1:350 Teil 1:
Vorbild, Bausatz und Rohbau des Schiffes von Frank Spahr Niestetal
Das
erste japanische Antarktis-Forschungsschiff SOYA liegt heute in Tokio
als Museumsschiff. Ursprünglich 1936 von der Sowjetunion in Japan unter
dem Namen BOROCHAVETS als einer von drei Fracht-Eisbrechern bestellt
und 1938 vom Stapel gelaufen, wurde das Geschäft jedoch annulliert und
das Schiff als CHIRYO MARU in Japan in Dienst gestellt. 1940 wurde die
CHIRYO MARU in SOYA umbenannt (nach einer Präfektur auf der japanischen
Nordinsel Hokkaido bzw. nach der Wasserstraße zwischen Hokkaido und dem
heute russischen Sachalin) und von der japanischen Marine (vermutlich
als Munitionstransporter) übernommen. Die SOYA überstand den Krieg und
wurde 1956 umfassend umgebaut, um in der Arktis eingesetzt zu werden.
Zwischen 1956 und 1962 unternahm sie sechs Reisen in die Antarktis. Auf
Königin-Maud-Land an der Lützow-Holm-Bucht errichtete Japan die
Forschungsstation „Showa“. Bei der Expedition von 1957/58 geriet die
SOYA in Seenot, wegen technischer Probleme musste die Überwinterung
abgebrochen werden. Der amerikanische Eisbrecher USS BURTON ISLAND kam
ihr zur Hilfe. Bei dem überstürzten Abzug wurden die insgesamt 12
Schlittenhunde der Expedition zurückgelassen. Erstaunlicherweise fand
man bei der Ankunft der nächsten Expedition im Folgejahr zwei der
Hunde, Taro und Jiro, am Leben vor, wodurch die Tiere in Japan
ungeheuer populär wurden. Während Jiro 1960 in der Antarktis verstarb,
wurde Taro mit zurück nach Japan genommen und erhielt in der
Universität von Hokkaido in Sapporo sein Gnadenbrot bis zu seinem Tod
1970. Beide Hunde wurden präpariert und sind in Sapporo bzw. in Tokio
ausgestellt.
Das Eiserne Pferd - Teil 1 CH–53E Super Stallion von Academy/Academy-Europe im Maßstab 1:48 Albert Tureczek, Hasselager, DK
Eisernes
Pferd steht auf der Nase des gewaltigen CH-53 Super Stallion der US
Marines geschrieben. Dies ist eine der Versionen, die man aus dem
Academy Modell im Maßstab 1:48 bauen kann und der Name ist eigentlich
nicht so fehl am Platz, bedenkt man die Belastbarkeit dieses
Helikopters, auch wenn er ansonsten nicht viel mit einem solchen Tier
gemeinsam hat. Eher erinnert der CH-53 an ein überdimensioniertes
Insekt und man wundert sich wie sich so viel Metall so grazil und
einfach in die Lüfte erheben kann und elegant davon schwebt. Das
Schlagen der mächtigen Rotorblätter erinnert dabei freilich an die Hufe
eines Pferdes, da hört dann die Gemeinsamkeit aber auch schon auf. Die
gewaltigen Dimensionen des Flugapparates lassen eher den Gedanken an
einen Luft-LKW aufkommen. Und genau das ist Aufgabe des Sikorsky CH-53E
Super Stallion, der taktische Lufttransport. In den frühen 1960er
Jahren entwickelte Sikorsky nach einer Ausschreibung der US Marines,
die eine Ablösung für ihre CH-37 Mojave suchte, einen schweren
Transporthubschrauber. Am 20. September 1966 wurde der CH-53A, als Sea
Stallion bezeichnet, in Dienst gestellt. Der CH-53A war ein massives
Fluggerät mit enormer Transportkapazität und wurde auch im Vietnam
Konflikt eingesetzt. Dort erwies er sich als äußerst robust und
wertvoll, speziell in der Bergungsrolle für abgestürzte Flugzeuge. Die
A-Version wurde zur D-Version weiterentwickelt und auch bei der Air
Force in der Combat Rescue Rolle (HH-53 B/C) und der Navy (RH-53 D/E)
als Minenräumer eingesetzt. Am 23. Oktober 1968 führte eine
Serienmaschine eine Reihe von Loops und Rollen durch, eine schier
unglaubliche Leistung für einen Hubschrauber dieser Größenordnung. Auch
beim deutschen Heer, das übrigens der größte Exportkunde des CH-53A
war, sind die Maschinen noch heute im Einsatz. 112 Maschinen sind in
Deutschland im Laufe der Jahre im Einsatz gewesen. 1973 wurde die
stärkste Version des Stallion, die E-Version, entwickelt. Diese
beinhaltete eine radikale Veränderung der Grundversion. Es kam ein
dritter Motor auf der Backbordseite hinzu und erhöhte die bestehende
Transportkapazität enorm. Nun konnten 50 voll ausgerüstete Soldaten,
statt zuvor 33, transportiert werden. Das maximale Startgewicht beträgt
33t, wobei die Maschine alleine 15t wiegt. Diese imponierenden Daten
machen den CH-53E zum größten Transport-Hubschrauber in der westlichen
Welt. Nur russische Typen können diese Leistungen noch überbieten.
Weitere Merkmale der E-Version sind ein siebtes Hauptrotorblatt, ein
gewinkelter Schwanz und die Möglichkeit des Einklappens sowie der
Faltung des Schwanzes und der Hauptrotorblätter zur besseren
Unterbringung auf Schiffen. Dazu kommt die Ausrüstung mit einem fixen
Luftbetankungsstutzen rechts und einem FLIR Pod links an der Nase.